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Bezüge zum Arbeitsprozess in der Schulinformatik

Franz Stuber, Universität Bremen

Informatische Bildung benötigt geeignete Zugänge zu den Arbeitsprozessen, die durch Informatiksysteme bestimmt und unterstützt werden. Dies ist eine zentrale Herausforderung für die Ausbildung in allen Informatikbereichen, da die Gestalter von Informatiksystemen die geistigen Potenzen der Arbeitsprozesse formalisieren und maschinisieren. Und es ist insbesondere eine Herausforderung für die Lehrerbildung Informatik, da Informatiklehrende die berufliche Kompetenzentwicklung vorbereiten und begleiten.

Ein möglicher Zugang zum Arbeitsprozess sind sogenannte Lernarbeitsaufgaben. Lernarbeitsaufgaben stellen den betrieblichen Arbeitsprozess und seine Reflexion in den Vordergrund des Lernprozesses. Die Organisation der Arbeit und die zu ihrer Durchführung erforderlichen Werkzeuge, Kooperationen und Informationen bilden die Basis des die betrieblichen Erfahrungen erweiternden Lernprozesses.

Das Konzept der Lernarbeitsaufgaben wurde für berufliche Ausbildungsgänge entwickelt. Im Unterschied zur freien methodischen Gestaltung von Projektunterricht orientiert sich die Lernstruktur bei Lernarbeitsaufgaben an der Kompetenzentwicklung aus dem und für den Arbeitsprozess. Lernarbeitsaufgaben enthalten der betrieblichen Praxis zugeordnete, an technischen und arbeitsorganisatorischen Elementen orientierte Ausbildungs- und Arbeitsanteile sowie dem (Berufs-) Schulunterricht zugeordnete, übergreifende, systemorientierte Theorieanteile in miteinander abgestimmter Form.

In dem Vortrag soll das Konzept der Lernarbeitsaufgaben vorgestellt und dessen Einsatzmöglichkeiten in den dualen IT-Berufen aufgezeigt werden. Anforderungen zur Transformation in die allgemeinbildende Schulinformatik sollen den Vortrag abschließen.

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