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Schulinformatik in Potsdam




Tagung der GI-Fachgruppe 7.3.1 - Landesgruppen Berlin und Brandenburg


Am 12. Mai diesen Jahres hatten die Landesgruppen Berlin und Brandenburg der GI-Fachgruppe 7.3.1 "Informatiklehrerinnen und -lehrer" erstmals zu einer Tagung zur Schulinformatik in die historischen Gebäude der Universität Potsdam eingeladen. Die Tagungsleitung hatten Roland Ebner, Marco Thomas (Brandenburg) sowie Johan Penon und Helmut Witten (Berlin).

Trotz oder aufgrund des sonnigen Wetters fanden sich mehr als 80 Lehrer, die das Fach Informatik unterrichten, unterichten wollen oder an der Systemverwaltung der Computerlabore beteiligt sind, zu interessanten Workshops, Vorträgen und Diskussionen zusammen.
Gleich zu Beginn der Tagung wurde in den beiden Workshops zu "Perspektiven für den Informatikunterricht in der gymnasialen Oberstufe (Leistungskurse und Abitur)" beziehungsweise zu "Zielen, Inhalten und neuen Rahmenplänen des Informatikunterrichts in der Sekundarstufe I" deutlich, dass die an der Schulpraxis orientierte Ausrichtung der Tagung auf reges Interesse stiess. Zwar hat sich das Schulfach Informatik in der Oberstufe etabliert, aber aus dem Status eines Wahlpflichtfaches in der Sekundarstufe I resultiert, selbst in der heutigen Informations- und Wissensgesellschaft, dass Schüler ohne wissenschaftlich fundierte informatische Bildung die Schule verlassen können.


Nach der Mittagspause im Freien, mit chinesischen und italienischen Gerichten, stellte Dr. Volkmar Hinz (Universität Magdeburg) Einsatzmöglichkeiten von LEGO Mindstorms Modellen als Unterrichtsmittel vor. In einem zweiten Vortrag präsentierte Lutz Westphal die Online-Datenbank "Video-Center", mit der Schüler im Informatikunterricht eine umfangreiche vorgefertigte Datenbank analysieren und erweitern können.
Am späten Nachmittag fand die dringend erforderliche und von vielen Informatiklehrern gewünschte Diskussion zur "Organisation der Systemverwaltung in den Computerlaboren der Schulen" statt. Bisher sind, trotz aller Appelle seitens der GI an die Verantwortlichen in der Bildungspolitik, die Informatiklehrer ohne angemessene Anerkennung für die technische Betreuung der Kabinette zuständig; die ja meist nicht nur durch den Informatikunterricht genutzt werden. Im Verlauf der lebhaften und erfrischend offen geführten Diskussion mit Vertretern aus Wirtschaft, Schule und Schulpolitik zeigten sich erste Lösungsansätze, die vorwiegend aus technischer, aber auch aus personeller Sicht Entlastung bringen könnten. Im Land Brandenburg sind beispielsweise in allen Schulbezirken Stellen für Systemadministratoren vorgesehen, die ausschließlich als Ansprechpartner für die Rechnerbetreuer an den Schulen tätig sind.

Die 1. Tagung zur Schulinformatik der Landesgruppen bildete den gelungenen Auftakt zu einem regelmäßigen Austausch zwischen Informatiklehrkräften in der Region, um gemeinsame Interessen zu formulieren und an die Öffentlichkeit zu tragen. Im nächsten Jahr wird die Tagung in Berlin stattfinden.

Marco Thomas

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